Wickelkommode:
Wie bekommt man Klebereste der IKEA-Kindersicherung ab?
10 Möglichkeiten im Test

Sicherheit im Kinderzimmer - ein wichtiges Thema. Damit sich das Kind nicht die Finger klemmen kann oder den Schrank ausräumt oder die Schubkästen an den Kopf bekommt, wenn es noch im Krabbelalter ist, sichert man die Türen bzw. Schubkästen mit Kindersicherungen ab. Diese gibt es günstig bei IKEA und sie sind leicht zu handhaben.

Irgendwann ist jedoch das Kind alt genug, der Wickelaufsatz wird abgeschraubt, die Windeln und das Zubehör werden ausgeräumt und die Sicherungen werden wieder entfernt.

Man nimmt sich also einen Spachtel oder ähnliches und versucht vorsichtig die Teile vom Holz zu entfernen. Leider bleiben dabei oft noch Reste des Klebers übrig.

Wie man diese Kleberreste wieder entfernt, haben wir für euch an einer lasierten Weichholz-Kommode getestet.

Unsere Kommode war mit den Patrull Multisperre Kindersicherungen von IKEA gesichert (sie heißen mittlerweile Undvika und sehen ein klein wenig anders aus):

Nachdem wir die Plastikverriegelungen mit einem Schraubenzieher vorsichtig (!) entfernt haben, blieben also noch Klebereste an der Kommode übrig. Tipp: lasst lieber ein paar mehr Reste kleben als Kratzer in die Kommode zu machen. 

Zum entfernen der Klebereste haben wir verschiedene Möglichkeiten ausprobiert:

Wichtiger Hinweis:

Wir haben alle Mittel vorher an einer nicht sichtbaren Stelle im inneren der Kommode getestet. Bitte tu das auch, damit du dir nicht die Kommode ruinierst. Bei chemischen Substanzen solltest du Handschuhe tragen, um die Haut nicht zu reizen.

Nagellackentferner


Hierfür nimmt man azetonfreien (!) Nagellackentferner*, trägt ihn auf und lässt ihn etwas einwirken und rubbelt die Stelle dann vorsichtig frei.

Ergebnis:

Mit dem Nagellackentferner ließ sich der Kleber gut lösen und man musste nicht  viel Kraft anwenden. Allerdings stinkt es ziemlich und ist daher für ein Kinderzimmer eher nicht geeignet.

Zitronensaft

Dazu haben wir Zitronendirektsaft* aus dem Supermarkt aufgetragen und mit einem Microfasertuch abgerubbelt.

Ergebnis:

Der Kleber ging sehr gut ab, man musste nicht stark rubbeln. Außerdem riecht der Saft gut und ist umweltfreundlich.

anwärmen

Wir haben die Stellen mit einem Fön* heiß angeblasen und dann mit einem Microfasertuch abgerubbelt.

Ergebnis:

Zu unserem Erstaunen hat auch das sehr gut funktioniert. Allerdings war es teilweise unangenehm heiß, wenn man sich auf die Finger geblasen hat.

Ergebnis:

Silikonentferner

Wir haben den Silikonentferner* wie in der Packungsbeilage beschrieben mit dem beigefügten Pinsel aufgetragen, einwirken lassen und dann mit dem beigefügten Spatel die Klebereste abgeschabt.

Ergebnis:

Der Silikonentferner hat alles gut entfernen können. Er ist allerdings hochgiftig, stinkt bestialisch und kann Haut, Lunge und Schleimhaut reizen.

Speiseöl

Das Speiseöl wird eingerieben und dabei versucht, die Kleberreste mit zu entfernen.

Ergebnis:

Das Speiseöl löste letztendlich zwar alles. Man musste es aber lange einwirken lassen und lange und fest rubbeln, bis sich tatsächlich alles rückstandslos entfernen ließ.

Desinfektionsmittel

Desinfektionsmittel* enthält Alkohol, welcher als Lösungsmittel fungiert. Wir haben einfaches Desinfektionsmittel zum Sprühen aus der Drogerie genommen, die Klebestelle damit eingesprüht und mit einem Microfasertuch alles abgerubbelt.

Ergebnis:

Das Desinfektionsmittel hat sehr gut funktioniert, ist aber auf Grund des Geruchs nicht sehr angenehm.

Möbelreiniger

Wir haben Möbelreiniger* auf ein Microfasertuch aufgetragen und damit die Klebestelle abgerubbelt.

Ergebnis:

Die Klebereste ließen sich mit Möbelreiniger sehr gut entfernen. Der Möbelreiniger riecht allerdings gewöhnungsbedürftig.

Schmutzradierer

Schmutzradierer* gibt es in jeder Drogerie und in der Haushaltswarenabteilung im Supermarkt. Der Radierer wird angefeuchtet und damit die zu reinigende Stelle wie mit einem Radiergummi abgerubbelt.

Ergebnis:

Der Schmutzradierer hat überhaupt nicht funktioniert und der Kleberest ist geblieben. Er ist also zur Entfernung der IKEA-Kindersicherungen nicht geeignet.

Aufkleberlöser

Wir haben im Baumarkt speziellen Aufkleberlöser* gekauft. Diesen haben wir auf die Klebereste aufgetragen, einwirken lassen und dann mit dem Microfasertuch abgerubbelt.

Ergebnis:

Der Aufkleberreiniger hat die Klebereste sehr gut entfernt, jedoch ist er nicht unproblematisch, da er reizend ist und sehr stinkt.

Möbelpolitur

Wir haben farblose Möbelpolitur* genommen und mit einem Microfasertuch damit die Stelle abgerubbelt.

Ergebnis:

Auch mit Möbelpolitur ließen sich die Kleberreste mühelos entfernen. Allerdings störte uns der Geruch.

Fazit

Unser Testsieger ist der Zitronensaft. Dieser ist umweltfreundlich, günstig und gründlich. Für die Behandlung im Kinderzimmer ist er damit am geeignetsten. Bis auf den Schmutzradierer, der nichts lösen konnte, eignen sich jedoch auch die anderen Mittel gut.